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01.03.2026

Losung 1.März 2026

Josua 23,11: "Achtet ernstlich darauf um eures Lebens willen, dass ihr den Herrn, euren Gott, liebhabt!"
1.Johannes 5,3: "Das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer."


Lebensgefahr
Josua macht Gottes Volk darauf aufmerksam, dass es kein „nice to have“ ist, Gott zu lieben. Gott
selber sagt durch Mose dazu „Du sollst!“. Gemeint ist hier die völlige Ausrichtung auf Gott als das von
ihm erwählte „Volk des Eigentums“. Denselben Zusammenhang spricht Gott im sog. Heiligkeitsgesetz
an. „Seid heilig, denn ich bin heilig!“ ist nicht die Anordnung von Perfektion, sondern von völliger
Ausrichtung.
Diese völlige Ausrichtung schließt alle Parallel-Konstruktionen aus. Deshalb ist die Ehe das beste Bild
für eine solche Heiligkeitsbeziehung. Die Konsequenz, wenn Gottes Volk was nebenher laufen hatte,
war immer Gericht. Bei Hosea führt das sogar zur Scheidung, die wieder rückgängig zu machen, Gott
allerdings durch seine heilige Treue quasi gezwungen ist.
Diese völlige Ausrichtung besteht darin, Gott „von ganzem Herzen und von ganzer Seele“ zu lieben.
Sie hat ihren Ursprung also im Inneren und hat mit dem Äußeren erstmal gar nichts zu tun. Hier trifft
der Vorwurf Jesu an die Pharisäer, der auch in der Kirchengeschichte immer wieder berechtigt war,
zu, sie verschöben die Ausrichtung auf Gott aus der Beziehung in die Äußerlichkeiten.
Äußere Konformität hilft dabei, unter dem offiziellen Radar zu fliegen, aber sie schafft nichts Echtes.
Umgekehrt ist es aber so, dass, wer auf Gott ausgerichtet ist, dies in allen Lebensbereichen zeigt.
Tarnkappen-Heiden leben in tödlicher Gefahr. Gemeinde Jesu sollte ihnen in seelsorglicher
Verantwortung um ihres Lebens willen diese Tarnkappen wegnehmen!
Das mit dem Halten der Gebote ist in diesem Zusammenhang erklärungsbedürftig. Paulus warnt ja
gerade die Galater um ihres Lebens willen, nicht wieder in das Halten des Gesetzes zurückzufallen.
Jesus ist die Erfüllung der Gebote. Es kann also nicht um die Gebote gehen, die er erfüllt hat. Was er
dagegen aufrecht erhält, ist das Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben. Es geht ihm also um die
Suche nach echter, persönlicher Beziehung, in erster Linie die der Kinder zu ihrem Vater.
Das Äußerliche, Religiöse, das Gott diese Beziehung verweigert, ist diese Todesgefahr, die Josua
anspricht. Es zementiert meine Trennung von Gott, in dem ich seine Belange in die Äußerlichkeiten
schiebe, und es zementiert mein Wesen als Sünder, indem ich es Gott entziehe. Mein Tod bleibt also
bestehen, auch wenn es ein sehr religiöser Tod ist. Daher ist es Josua wohl so ernst mit seiner
Warnung.